Das Projekt "Nachhaltig Publizieren"

Möglichkeiten für eine umweltfreundlichere Verlagsherstellung gibt es viele. Allerdings war das Wissen darum bisher weit verstreut und nicht so leicht verfügbar. Daher hat das Projekt „Nachhaltig Publizieren“ die Produktionskette von Publikationen unter die Lupe genommen, um den Verlagen konkrete, auf den Bedarf zugeschnittene Handlungsoptionen aufzuzeigen.

Das vom oekom verlag initiierte und vom Bundesumweltministerium von August 2011 bis Dezember 2013 geförderte Projekt „Nachhaltig Publizieren – Neue Umweltstandards für die Verlagsbranche“* hatte sich zum Ziel gesetzt, branchenspezifische Standards für nachhaltiges Publizieren zusammenzutragen, zu dokumentieren sowie neue, anwendungsbereite Standards zu entwickeln und durch eine zielgerichtete Kommunikation der gesamten Branche und deren Kund(inn)en zugänglich zu machen. Dabei galt es, die zwei umweltrelevantesten Phasen der Wertschöpfungskette von Publikationen zu beleuchten: die Papierherstellung und die Druckverfahren. Unter Berücksichtigung bestehender Umweltzeichen, Richtlinien und Initiativen wurden Umwelt- und Sozialstandards erarbeitet und in themenspezifischen Expertenworkshops mit der Branche diskutiert. Daraus haben sich Handlungsoptionen für Verlage ergeben, die sich in die Unternehmenspraxis integrieren lassen und so, praktisch zur Anwendung gebracht, die Ökobilanz im Verlagswesen erheblich verbessern können.

Die Projektpartner

Der oekom verlag führte das Projekt gemeinsam mit dem ifeu  Institut für Energie- und Umweltforschung, Heidelberg, dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), dem Umweltbundesamt und der Frankfurter Buchmesse durch.

Über seine neun Fachzeitschriften, sein weitgefächertes Fach- und Sachbuchprogramm sowie zahlreiche Broschüren und Onlinemedien vernetzt der oekom verlag Akteurinnen und Akteure aus dem Nachhaltigkeitsbereich. Bei der Produktion seiner Publikationen legt der Verlag hohe Umwelt- und Sozialstandards zugrunde. Mit seinem Engagement und seiner langjährigen Erfahrung auf dem Gebiet „Nachhaltiges Publizieren“ hat sich oekom als Vorreiter innerhalb der Verlagsbranche positioniert.

Das ifeu - Institut für Energie- und Umweltforschung, Heidelberg hat langjährige Erfahrungen bei der Erstellung von Stoffstrom-, Energie- und Materialbilanzen in der Papier-, Druck- und Verlagsbranche. Für verschiedene Verlage und Druckereien erstellt das ifeu regelmäßig ökologische Betriebsbilanzen, berät sie bei der Optimierung ihres Umweltmanagements und begleitet ihre Zertifizierungsprozesse. Insbesondere im Bereich Ökobilanzen grafischer Papiere und ihrer Entsorgungswege hat das ifeu umfangreiche Kenntnisse. Das Institut erstellt Umwelt-Leitfäden für unterschiedliche Branchen und wirkt in Beratungs- und Nominierungsgremien mit.

Das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) gehört im Bereich des betrieblichen Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagements zu den führenden Forschungseinrichtungen Europas. Es entwickelt, erprobt und bewertet Strategien für eine nachhaltige Unternehmensführung. In zahlreichen Projekten hat das IÖW seine Kompetenzen bei der Bewertung von Produktkennzeichnungen bewiesen. Für das Umweltzeichen „Blauer Engel“ hat das IÖW im Auftrag des Umweltbundesamtes Vergabekriterien festgelegt.

Die Frankfurter Buchmesse ist der weltweit bedeutendste Handelsplatz für Bücher, Medien, Rechte und Lizenzen und gilt als zentrale Kommunikationsplattform der Verlagsbranche. Über 7.300 Aussteller aus 100 Ländern, mehr als 299.000 Besucher und rund 10.000 Journalisten kommen jedes Jahr im Herbst nach Frankfurt. Die Buchmesse stellt sich auch praktisch ihrer ökologischen Verantwortung und ergreift zusammen mit der Messe Frankfurt vielfältige Maßnahmen für eine nachhaltige Ausrichtung dieser jährlichen Großveranstaltung.

 

*Dieses Projekt wurde im Auftrag des Umweltbundesamtes im Rahmen des Umweltforschungsplanes (Förderkennzeichen 3711 94 338) erstellt und mit Bundesmitteln finanziert.

 


 

Blauer Engel
für Druck-
erzeugnisse

Der Blaue Engel für Druck-erzeugnisse
Die neue Broschüre
Starte E-Paper

Ideen für grünere Seiten
Starte E-Paper

Ideas for Greener Pages
Start e-Paper